Gelebte Nachhaltigkeit: Klimaschutzkonzept erarbeitet

Nachhaltigkeit

Bereits seit September 2021 beschäftigt sich eine hauptamtliche Nachhaltigkeitsmanagerin bei der AWO Schwaben mit den Themen Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Nun wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Bezirksverband erarbeitet.

Freuen sich über die Fertigstellung des Klimaschutzkonzepts der AWO Schwaben, von links: Jana Göppel (Klimaschutzmanagerin der AWO Schwaben), Marion Leichtle-Werner (Vorständin für Nachhaltigkeit, Bau, Finanzen und Gleichstellung bei der AWO Schwaben) und Sandra Burger (Nachhaltigkeitsmanagerin der AWO Schwaben). Foto: AWO Schwaben / Daniel Hartwig

Die AWO Schwaben hat ein integriertes Klimaschutzkonzepterarbeitet. Bereits seit vielen Jahren setzt sich der schwäbische Bezirksverband für einen ökologischen Wandel der Gesellschaft ein, in dessen Rahmen Klima- und Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Doch ohne staatliche Unterstützung wäre dies nicht möglich, wie Marion Leichtle-Werner, Vorständin für Nachhaltigkeit, Bau, Finanzen und Gleichstellung bei der AWO Schwaben, erklärt: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wichtige Themen für die Gesellschaft – und deshalb selbstverständlich auch für uns. Damit wir als Wohlfahrtsverband mit rund 100 Einrichtungen und Diensten im Bereich Klimaschutz überhaupt aktiv werden können, sind wir auf staatliche Förderungen angewiesen.“ 

 

Nach der Teilnahme an den Pilotprojekten „Klimafreundlich pflegen“ und einem Hitzeschutz-Projekt, an dem jeweils einzelne Einrichtungen der AWO Schwaben teilgenommen hatten, war es laut Sandra Burger, Nachhaltigkeitsmanagerin beim schwäbischen AWO Bezirksverband, an der Zeit, den Blick auf den gesamten Bezirksverband zu werfen. Das nun fertiggestellte Klimaschutzkonzept bietet genau diesen Überblick. Über CO₂-Bilanzen der einzelnen Einrichtungen der AWO Schwaben wurde ermittelt, wie hoch der CO₂-Ausstoß des Bezirksverbands insgesamt pro Jahr ist. „Mit unseren Einrichtungen und Dienstleistungen emittieren wir jährlich circa 9.300 Tonnen CO₂“, berichtet Jana Göppel, Klimaschutzmanagerin der AWO Schwaben. Die Schaffung ihrer Stelle als Verknüpfung zwischen Bauabteilung und Nachhaltigkeitsmanagement wurde durch die Förderung der Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) ermöglicht. Die gelernte Ingenieurin ergänzt den Nachhaltigkeitsbereich der AWO Schwaben seit 2025. 


Einsparpotenziale erkannt, Maßnahmen ergriffen

Nachdem im ersten Schritt des Projekts die Gesamtemissionen des schwäbischen Bezirksverbands ermittelt worden waren, wurde untersucht, in welchen Bereichen die größten Einsparpotenziale bei den Treibhausgas-Emissionen der AWO Schwaben liegen. Schnell wurde klar: Neben der Gebäudeenergie sind auch die Bereiche Verpflegung und Mobilität entscheidend für den CO₂-Ausstoß. Somit liegen in diesen Bereichen auch die größten Einsparpotenziale. „Es kommt allerdings darauf an, welchen Bereich wir uns anschauen: Im Bereich der Seniorenheime sind die Einsparmöglichkeiten je nach Gebäudealter in allen drei Bereichen hoch, während im Bereich der Kindertageseinrichtungen oft die Gebäudeenergie besonders stark hervorsticht“, erläutert Sandra Burger. 

Um mit diesen Ergebnissen zielgenau weiterarbeiten zu können, wurden ab Herbst 2025 viele Gespräche mit Verantwortlichen auf Bezirks- und Einrichtungsebene geführt. „Wir haben die Ergebnisse der CO₂-Bilanzen in allen Einrichtungen vorgestellt und gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort einrichtungsspezifische Maßnahmenpläne erarbeitet“, erzählt Jana Göppel. Ein besonderes Anliegen war den beiden Klimaschutzmanagerinnen nichts aufzudrängen: „Wir hatten Maßnahmenvorschläge dabei, sind aber ergebnisoffen in die Einrichtungen gegangen. Die Mitarbeitenden vor Ort kennen ihre Einrichtung am aller besten: Sie wissen, wo der Schuh drückt und welche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können“. Herausgekommen sind dabei beispielsweise Maßnahmen wie das Anbringen von Hitzeschutzfolien, das Errichten von überdachten Fahrradstellplätzen oder das Nachrüsten von Bewegungsmeldern in Lagerräumen.
 

100 Prozent Ökostrom in den Einrichtungen 

Um die geplanten Klimaschutzmaßnahmen in den kommenden Jahren in die Umsetzung zu bringen, ist nun eine Folgeförderung des Erstvorhabens geplant. Aber auch unabhängig von diesen Fördermitteln ist in den vergangenen Jahren bereits einiges umgesetzt worden: „Wir beziehen in unseren Einrichtungen mittlerweile zu 100 Prozent Ökostrom, auf einem Drittel der Dächer unserer Seniorenheime ist eine PV-Anlage installiert und die Unterhaltsreinigung in unseren Einrichtungen erfolgt mit Ökoreinigungsmitteln“, berichtet Vorständin Marion Leichtle-Werner. In Ihrem Vorstandbereich ist das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz im AWO Bezirksverband Schwaben e. V. angesiedelt. „Dass wir uns als AWO auch dem Thema Klimaschutz annehmen, ist in unseren Werten verankert. Als AWO Schwaben haben wir uns das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 mit unseren Einrichtungen und Sozialen Diensten klimaneutral zu werden. Daran halten wir bewusst fest, auch in politisch schwierigen Zeiten“, so Marion Leichtle-Werner. 

 

 

Informationen zum Projekt

Von 10.08.2023 bis 31.05.2026 erarbeitet die AWO Schwaben im Rahmen eines von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) geförderten Projekts ein integriertes Klimaschutzkonzept. Darin werden die aktuellen Treibhausgas-Emissionen des Bezirksverbands ermittelt und Maßnahmen zur Verringerung dieser erarbeitet. Ziel des Klimaschutzkonzepts ist es, einen konkreten Weg zur Minderung unserer Treibhausgas-Emissionen vorzulegen und diesen in Zukunft Schritt für Schritt zu verfolgen, um bis 2040 klimaneutral zu werden. 

Das Projekt „Integriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement AWO Bezirksverband Schwaben e. V.“ wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

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