Presse-Mitteilung | Stadtbergen, Kempten, 23. März 2026
Die besondere Filmmatinee des AWO Ortsvereins Kempten und des AWO Kreisverbands Kempten-Oberallgäu – in Kooperation mit dem AWO Bezirksverband Schwaben e. V. (AWO Schwaben) – zog viele Kinobesucher*innen in das Colosseum Center in Kempten. Der Film über die Augsburger Widerstandskämpferin Anna Pröll regt zum Nachdenken an.
Ein bewegtes und nachdenkliches Publikum verlies die Filmmatinee, die der AWO Ortsverein Kempten und der AWO Kreisverband Kempten-Oberallgäu in Kooperation mit dem Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e. V. (AWO Schwaben) am vergangenen Sonntag im Colosseum Center in Kempten durchgeführt hat. Über 50 Interessierte kamen, um sich das besondere Werk „Anna, ich hab Angst um dich“ des Filmemachers Josef Pröll anzuschauen. Der 90-minütige Dokumentarfilm ist ein bewegender Zeitzeugenbericht über Prölls Mutter Anna, einer mutigen Augsburger Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Die Kinobesucher*innen waren beeindruckt von einem Film, der zum Nachdenken anregt.
Im Rahmen der Erinnerungsarbeit setzt die Arbeiterwohlfahrt mit der Filmvorführung ein klares Zeichen gegen rechtsextreme Tendenzen. „Die Werte der Arbeiterwohlfahrt – Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichheit, Solidarität und Toleranz – sind die Grundlage unseres Handelns. Am Beispiel von Anna Pröll wird deutlich, dass es Mut und Stärke bedarf, sich gegen gefährliche politische Strömungen einzusetzen. Dies gilt damals genau wie heute – in einer Zeit, in der rechtsextreme Gruppierungen unsere Gesellschaft bedrohen. Deshalb ist es wichtig, sich damit auch heute auseinanderzusetzen“, erklärt Kristina Kolb-Djoka, Beauftragte für Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit der AWO Schwaben.
Eindrucksvolle Lebensgeschichte
Der Gersthofer Filmemacher Josef Pröll zeichnet in seinem Werk eindrucksvoll das Leben seiner Mutter Anna Pröll (1916 – 2006) nach, die aktiv gegen das NS-Regime kämpfte und wegen des Vorwurfs der „Vorbereitung zum Hochverrat“ verurteilt wurde. Anna Pröll überlebte den Nazi-Terror – inhaftiert in verschiedenen Frauengefängnissen sowie im Konzentrationslager Moringen.
Der Zuschauer wird durch die Erzählungen Annas in eine Zeit versetzt, in der Zivilcourage oftmals das Leben kostete. Dabei beleuchtet der Film das Schicksal politisch Verfolgter zur Zeit des Nationalsozialismus und schlägt zugleich eine Brücke zur heutigen Bedrohung durch Rechtsextremismus. „Der Film eröffnet einen besonderen Zugang zur Geschichte, der vor allem für die Bildungsarbeit von großer Bedeutung ist. Wenn man die Gräuel der Vergangenheit kennt, weiß man, dass es sich lohnt, für demokratische Werte einzusetzen“, macht Kolb-Djoka deutlich.
Die AWO Schwaben plant eine Fortführung der Filmmatinee an verschiedenen Orten in Schwaben.
Weitere Informationen zum Film finden Interessierte unter www.anna-film.de.
Freuten sich über zahlreiche Besucher*innen und die gelungene AWO-
Filmmatinee in Kempten, von links: Kristina Kolb-Djoka (Beauftragte für
Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit, AWO Schwaben), Josef Pröll
(Filmemacher und Regisseur), Robert Treffler (Vorsitzender, AWO
Kreisverband Kempten-Oberallgäu) und Hans Jürgen Ulm (Vorsitzender,
AWO Ortsverein Kempten).
Foto: AWO Schwaben / Wolfgang Kolenda
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