Statement des Ehrenvorsitzenden der AWO Schwaben,  Dr. Heinz Münzenrieder

Corona u. a.
Jedem Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Oder: Mit Widersprüchen muss man leben.
Leicht ist es ja derzeit nicht. Völlig neue Begrifflichkeiten haben sich urplötzlich aufgetan. Wer hatte vor Corona etwa hiervon einen blassen Schimmer?
Plötzlich gibt es eine Pandemie, einen Inzidenzwert, von einer Reproduktionszahl oder einer Test-Positivrate ganz zu schweigen.

AWO Schwaben und Gesamtbetriebsrat beschließen einen gesonderten freien Tag für die rund 3000 Beschäftigten mit dem Ziel, einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten und sich bei den Mitarbeitenden für Geleistetes zu bedanken.

Für ziemliche Unruhe sorgte die von Bund und Ländern erst beschlossene, dann doch wieder aufgehobene „Osterruhe“. Was sich politisch nicht durchsetzen konnte, wird jetzt aber bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben realisiert: Am 30. April bekommen die rund 3000 Beschäftigten einen gesonderten freien Tag unter Fortzahlung der Vergütung.

Mit seiner neuen Website www.demokratie.awo.org macht der AWO-Bundesverband aufmerksam auf die Vielzahl der Bildungs- und Beratungsangebote zum Themenfeld Antidiskriminierung und Demokratiestärkung, über welche die AWO bereits verfügt und welche sie in Zukunft weiterentwickeln wird. Dazu gibt es auch ein 2-minütiges Erklärvideo mit dem Titel „Diskriminierung – Was hat das mit mir zu tun?“. Es vermittelt, warum die Auseinandersetzung mit Diskriminierung in der AWO wichtig ist und was das mit jeder*m Einzelnen zu tun hat. Homepage und Video werden gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Hier geht’s zum Video: www.youtube.com

Rassismus: Verlernen erwünscht!

Bei rechtsextremen Gruppierungen gehört er zur Normalität, auch vor gutbürgerlichen Schichten macht er nicht Halt und selbst das britische Königshaus muss sich Vorwürfe gefallen lassen: Rassismus ist allgegenwärtig. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben fordert schon seit Jahren mehr Einsatz gegen die menschenfeindliche Denkweise und hat nun zusammen mit ihrem Bildungswerk– passgenau in den Internationalen Wochen gegen Rassismus - ein Online-Seminar an der Stadtbergener Geschäftsstelle für die Mitarbeitenden und örtlichen Ehrenamtlichen organisiert.

Wer dem massiven Personalmangel in der Pflege ernsthaft begegnen will, muss an der besseren Bezahlung arbeiten. Ganz klar. Ein erster Schritt: Die gleiche Bezahlung von Pflegekräften in der Kranken- und Altenpflege. Und: Ein für alle Arbeitgeber verbindlicher Tarifvertrag in der Altenpflege, der endlich für verbindliche Mindestlöhne sorgen würde. Hier könnte die Diakonie übrigens sofort selbst etwas tun, indem sie zustimmen würde. Bisher hat sie sich ja einfach gar nicht dazu geäußert. „Ihre dagegen unlängst geäußerte Forderung eines Steuerfreibetrages ist Augenwischerei und hilft eigentlich wieder nur den eh schon besser Verdienenden“, kritisiert Brigitte Protschka, Vorsitzende des Präsidiums der AWO Schwaben. Wer am unteren Ende der Gehaltsliste steht, habe wenig bis gar nichts davon.

Begrenzt ist das Leben, unendlich die Erinnerung

Der 11. März ist ein bedeutsames Datum für die AWO Schwaben: Es ist der amtlich bestätigte Todestag des Augsburger, Neu-Ulmer und schwäbischen AWO-Gründungsvorsitzenden Clemens Högg. Geprägt von Verfolgung, Erniedrigung und körperlichen Qualen verbrachte er fast die gesamte Zeit der NS-Herrschaft in Haft. Im Februar 1945 überstellte ihn die SS vom KZ Sachsenhausen nach Bergen-Belsen, wo er 1945 starb. Dort erinnert auf dem anonymen Gräberfeld ein Gedenkstein an die prägende Persönlichkeit der Sozialdemokratie. Clemens Högg stemmte sich zeit seines Lebens mit aller Kraft gegen die Vernichtung von Menschen, die nicht ins Weltbild der Nationalsozialisten passten. Sein beispielhaftes Engagement für Gleichheit und Solidarität bleibt unvergessen.

Ein dickes Dankeschön für so viel Hingabe

Der AWO-Kindergarten Deuringen verabschiedet sich von seiner langjährigen Leitung.
Mit dem Kindergarten der AWO Schwaben in Deuringen verbinden die Bewohner Stadtbergens eine besondere Persönlichkeit: Christiane Braunmiller. Sie leitet die Einrichtung seit 14 Jahren und ist seit 1992 bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) tätig.

 

AWO-Schwaben-Präsidium kritisiert Caritas-Entscheidung, den Branchentarifvertrag abzulehnen.
Enttäuscht und verärgert zeigt sich die schwäbische Arbeiterwohlfahrt (AWO) über die Ablehnung des Antrags zur Rechtsverordnung für die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für die Altenpflege durch die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas.

Zwei Aspekte wurden in der medialen Öffentlichkeit besonders angesprochen: Die vorrangige Impfung von Verantwortlichen, die für die Gesamtheit unserer Heime tätig sind, und von Personen, die einigen Heimleitern nahestehen.

- Die Ausführungen können als persönliche Worte der Unterzeichnerin verwendet werden –

Die AWO Schwaben nimmt hierzu vorläufig wie folgt Stellung:

Es wird bedauert, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen könnte, als würden die staatlich vorgegebenen Prioritäten bei der Impffolge bewusst nicht beachtet. Eine Missachtung dieser Vorschriften würde dem Vertrauen der Bevölkerung mit Blick auf die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung schaden.

Kritisch wird in der Berichterstattung angesprochen, dass der Vorstandsvorsitzende, zwei ihm direkt unterstellte Pflegefachkräfte und drei weitere in keinem Arbeitsverhältnis zur AWO stehende Personen vorrangig geimpft worden seien.

  1. Die AWO Schwaben verurteilt jegliche Abweichung von der vom Bundesgesundheitsministerium in der Impfverordnung mit guten Gründen vorgesehener Prioritätensetzung bei den derzeit noch laufenden Impfungen in unseren Häusern. Es wird bedauert, dass es insoweit offensichtlich zu nicht hinnehmbaren Veränderungen der vorgegebenen Reihung gekommen ist.

Der Verwaltungsrat wird diese Vorgänge einer kritischen Überprüfung unterziehen und ggf. Konsequenzen herbeiführen.