Presse-Mitteilung | Stadtbergen 5. Mai 2026

Dieter Egger (Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Personal, Altenhilfe und Behindertenhilfe der AWO Schwaben) und Brigitte Protschka (Präsidentin der AWO Schwaben) kritisieren die Kürzungen grundlegender Sozialleistungen und fordern Entlastungen für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen. Foto: AWO Schwaben / Guido Köninger

Der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e. V. (AWO Schwaben) positioniert sich gegen die Kürzungspolitik und den geplanten Sozialabbau der Bundesregierung. Die AWO Schwaben sieht die Politik in der Pflicht und fordert eine klare Haltung für mehr soziale Gerechtigkeit.

  

 

Der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e. V. (AWO Schwaben) kritisiert die aktuellen Kürzungspläne der Bundesregierung. Diese sehen massive Einsparungen vor, unter anderem im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe. Die Verantwortlichen der AWO Schwaben befürchten, dass der geplante 
Sozialabbau vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen trifft und die soziale Ungleichheit dadurch verstärkt wird.

Brigitte Protschka, Präsidentin der AWO Schwaben, macht deshalb deutlich: „Wir fordern soziale Gerechtigkeit. Starke Schultern müssen mehr tragen als schwächere. Deshalb wird es unverzichtbar sein, große Vermögen mehr in die Verantwortung zu nehmen, sprich zu belasten. Politische Entscheidungsträger müssen sich hier klar positionieren und auch unpopuläre Maßnahmen durchsetzen.“ Protschka weist auf das im Grundgesetzt verankerte Sozialstaatsprinzip hin. „Hier ist die Politik in der Pflicht! Reichensteuer rauf, Belastungen für kleine Einkommen runter. Nur so wird es gehen, wenn man den sozialen Frieden erhalten will!“

Reine Kürzungen grundlegender Leistungen sind inakzeptabel
Der Wohlfahrtsverband fordert langfristig eine Abkehr von der Kürzungspolitik im sozialen Bereich. Dieter Egger, Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Personal, Altenhilfe und Behindertenhilfe bei der AWO Schwaben, positioniert sich hier klar: „In der Politik werden soziale Leistungen und Angebote mittlerweile als Einsparmasse gesehen. Es findet leider kein wirklicher Diskurs mit Verbänden, Betroffenen und Expertinnen und Experten statt. Die reine Streichung von Leistungen – ohne die Auswirkungen genauer zu betrachten – ist der falsche Weg.“ Laut Egger dürfen die Eigenanteile für stationäre Pflege auf keinen Fall weiter steigen – in Gegenteil: Die AWO Schwaben spricht sich seit Jahren für die Deckelung des Eigenanteils an Heimkosten aus.

Darüber hinaus kritisiert Dieter Egger auch geplante Einsparungen bei grundlegenden Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe. Laut den Vorschlägen der Bundesregierung sollen beispielsweise individuelle Integrationshilfen und Schulassistenzen für Kinder mit Beeinträchtigungen gestrichen werden. Für den AWO-Vorstandsvorsitzenden ein Unding: „Kinder und Jugendliche mit Behinderung benötigen individuelle Unterstützung und Förderung. Diese sind elementar wichtig für ihre Teilhabe. Hier den Rotstift anzusetzen ist inakzeptabel, da der Wegfall von Alltagshilfen einschneidende Folgen für Betroffene und ihre Familien hat.“

 

Dieter Egger (Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Personal, Altenhilfe und Behindertenhilfe der AWO Schwaben) und Brigitte Protschka (Präsidentin der AWO Schwaben) kritisieren die Kürzungen grundlegender Sozialleistungen und fordern Entlastungen für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen. Foto: AWO Schwaben / Guido Köninger

Dieter Egger (Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Personal, Altenhilfe
und Behindertenhilfe der AWO Schwaben) und Brigitte Protschka
(Präsidentin der AWO Schwaben) kritisieren die Kürzungen grundlegender
Sozialleistungen und fordern Entlastungen für Menschen mit geringen
und mittleren Einkommen.

Foto: AWO Schwaben / Guido Köninger